Herr Bürgermeister Josef Mend gab dabei einen Rückblick über die Aktivitäten der FBG Kitzingen in den zurückliegenden 30 Jahren.
Begonnen hat alles im Februar 1974 als sich im Landkreis auf Initiative des damaligen Forstamleiters Büchlein die FBG Kitzingen gründete. 1.Vorsitzender wurde der damalige Bürgermeister von Iphofen Michael Bausewein. Zunächst standen die Interessenvertretung und die Fortbildung der Waldbesitzer im Vordergrund. Es wurden Motorsägenlehrgänge und Fortbildungen zu den Themen Pflanzung, Zaunbau und Pflege veranstaltet. Erste wirtschaftliche Aktivitäten waren Sammelbestellungen. Unter dem Geschäftsführer Gerd Mayer wurde in den achtziger Jahren mit dem gemeinsamen Holzverkauf begonnen. Es wurde PZ Holz an die Firma Rettenmeier und Industrieholz an die Firma Rauch, Markt Bibart geliefert.
Im Jahr 1989 hat Rainer Fell die Geschäftsführung nach dem Weggang von Herrn Mayer kommissarisch übernommen und ist Geschäftsführer bis heute geblieben. Nach dem Sturm "Wiebke" wurde durch die FBG mehr Holz vermarktet. Ein weiterer Schritt zur besseren Wertschöpfung aus dem Wald, war die Teilnahme an der Eichenversteigerung in Iphofen. Mitter der 90er Jahre kam der Buchen- und Buntlaubholztermin dazu. 1999 war der Arbeitsumfang für einen ehrenamtlichen Geschäftsführer zu umfangreich. Zum 25jährigen Bestehen der FBG hatte sich Herr Popp vom FoA Wiesentheid bereiterklärt in der Geschäftsführung mitzuarbeiten. Die Verkaufszahlen sprachen für sich, lag die vermarktete Holzmenge 1999 bei 7.761 Festmetern, waren es in 2004 schon 29.480 Festmeter.
Seit 20.12.2000 ist die FBG Kitzingen e.V. PEFC zertifiziert!
Alle Mitglieder sind dadurch ebenfalls zertifiziert. Zum 30jährigen Bestehen wagt die FBG den Schritt in die Professionaliät. Mit der Einstellung eines hauptamtlichen Mitarbeiters soll den zukünftigen Aufgaben Rechnung getragen werden. Neben der Einstellung eines hauptamtlichen Mitarbeiters hat die FBG ihre Ausstattung erneuert und ist nun in der Lage alle Dienstleistungen für Waldbesitzer anzubieten.
1995 wurde begonnen die Forstverwaltung zu reformieren. Einführung des Entgeltes für staatliche Beförsterung und Straffung der bestehenden Organisation wurden beschlossen und umgesetzt. Im Jahr 2003 wurde eine noch weiter reichende Reform beschlossen. Auflösung der gesamten Zwischenebene (Direktionen), Schaffung eines eigenen Forstbetriebes für den Staatswald in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts, Auflösung der Forstämter und Zusammenlegung mit den Landwirtschaftämtern. Zunächst regte sich starker Protest und es wurde eine Demonstration der Waldbesitzer und Staatsangestellten organisiert. Es folgte das Volksbegehren und verschiedene Abkommen mit der Staatsregierung. Auch der Pakt zwischen Gemeindetag und Staatsregierung ist inzwischen unterzeichnet.
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